Mit welchen Pflanzen beginne ich meinen Garten?

Hier findest Du eine Gemüse-Übersicht und einige wichtige Kriterien für den Start:

  1. Was kann man ggf. gar nicht kaufen oder was bekommt man in den Läden Deiner Gegend nur selten? Z.B. Frische Erbsen, direkt aus dem Garten sind ein süß-frischer Genuss, der niemals im Laden erhältlich sein wird. Rucola/Rauke welkt schnell und ist oft recht teuer, obwohl es ziemlich leicht zu ziehen ist.
  2. Wo wohnst Du? Also wann ist voraussichtlich der letzte Frost, wie lange währt der Sommer in der Regel. Hast Du ein Gewächshaus oder ein sonniges Fenster zum Vorziehen von Pflanzen?
  3. Was isst Du gerne? Es macht Sinn das anzubauen, was Du bzw. Deine Familie auch gerne isst. Darüber hinaus kann man natürlich auch Neugierig sein und sich an neuem probieren.

 

Im Folgenden nun eine Übersicht über Gemüsesorten, die sich nach meiner Erfahrung leicht ziehen lassen, recht pflegeleicht sind und in der Regel eine gute Ernte bringen. Sie kann gewiss noch ergänzt werden. Wenn Du auf den Namen klickst, öffnet sich der Artikel zu dem Gemüse mit Details.

  • Sie wachsen schnell, es ist eine Freude Ihnen zuzusehen. Sie tragen nur ein paar Wochen & sind dann abgeerntet, man kann aber dadurch mehrmals im Jahr sähen und entsprechend Ernten. ACHTUNG: Rohe Bohnen erhalten den Giftstoff Phasin, der erst durch das Kochen/Dünsten für Menschen unbedenklich wird. Bitte sagt den Kindern, dass man von den rohen Bohnen nicht naschen darf!
  • Hier erntet man den inneren Teil und lässt einige der (sowieso meisten unschönen) äußeren Blätter stehen, so dass der innere Teil noch einmal nachwachsen kann. Nur wenn es ihm zu warm oder trocken wird „schießt“ Salat. Das heißt, er treibt kaum noch Blätter, wächst schnell in die Höhe, kriegt an der Spitze kleine (gelbe) Blüten und sieht plötzlich aus wie so manches „Unkraut“. Wenn das Salatbeet also nach dem Sommerurlaub „Unkrautübersät“ aussieht, könnte das der Salat sein, dem zu heiß/trocken geworden ist- wer weiß, vielleicht kann man dann Salatsamen ernten.
  • Er kann ähnlich wie Spinat verwendet werden oder man füllt die Blätter ähnlich wie Kohlrouladen. Er hat einen leicht säuerlichen Geschmack, den einige Leute für sich alleine nicht mögen, deswegen verwende ich ihn vorzugsweise mit anderem „Grünzeug“ als Füllung für Quiche oder in Gemüsepfannen.
  • Er wächst schnell und kann man mehrfach ernten. Bei Pflücksalat erntet man von den noch jungen äußeren Blättern (mehrerer Pflanzen) und es wachsen von innen laufend neue nach.
  • Ja, eine Blume, wirklich! Ringelblumen-Blütenblätter sind essbar (schöne Farbtupfer im Salat, auf Suppen oder als Safranersatz z.B. zum Färben von Reis), sie ist auch eine gute Heilpflanze, aber sie hat noch eine andere, hier wichtigere Eigenschaft: Sie schützt andere Pflanzen vor Schädlingen wie Fadenwürmern und wirkt sich gesundend auf den Boden aus. Da sie zudem sehr leicht aus Samen zu ziehen ist, und sich quasi um sich selber kümmert, gehört Sie immer mit zwischen die Gemüsepflanzen und sieht da mit ihren strahlend gelben und orangenen Blüten auch hübsch aus.
  • Sie kann man nach dem Ernten zweifach nutzen: Die Kugel wie gewohnt und dazu die Blätter wie Mangold. Mangold ist nämlich nichts anderes als Rote Beete, der man zugunsten größerer Blätter die Kugel ab-erzogen hat. Nur während des Wachstums, sollte man ihnen nicht (zu viele) Blätter klauen, weil sie diese zum Wachsen brauchen.
  • Sie wachsen rankend und tragen Schoten, bis der Frost ihr Leben beendet. Wenn die Schoten die gewünschte Größe (fast) erreicht haben, sollte man sie jeden Tag oder alle paar Tage pflücken. Wenn man aufhört zu ernten, reifen die Samen in den Schoten aus und die Pflanze produziert nur noch wenige oder gar keine neuen Schoten mehr. Solange man erntet, gibt es auch neue Schoten. Wir haben die letzten im November geerntet- wenn es kälter wird, wachsen Sie nur langsamer. ACHTUNG: Rohe Bohnen erhalten den Giftstoff Phasin, der erst beim Kochen/Dünsten zerstört wird. Bitte sagt den Kindern, dass man von den rohen Bohnen nicht naschen darf! Es gibt verschiedene Sorten, schöne Farben/Muster und auch hübschen Blüten. Die Prunkbohnen sind eher flach, tragen reichlich und vertragen raueres Klima, haben aber einen kleinen Flaum, den nicht jeder mag (vor Allem Kinder nicht, auch wenn sie schon 16 Jahre alt sind 🙂 ). In dem Fall passen eher Stangen- oder Brechbohnen. Nächstes Jahr probieren wir eine Sorte, die 30cm (!) lange, zarte Schoten haben soll, das wäre echt klasse!
  • Ihre Anzucht machen manche Menschen zu einer Wissenschaft. Solange sie jedoch von oben nicht nass werden (Nicht im Regen stehen lassen!), nicht zu eng beieinander stehen und genügend Nahrung & Wasser vorfinden, tragen sie meiner Erfahrung nach reichlich & gut. Es gibt viele wundersame und schöne Sorten- Ausprobieren lohnt sich. Sonnenwarme Tomaten direkt vom Strauch zu naschen ist herrlich. Wir haben unsere bisher in Containern gezogen und zu jeder Pflanze einen Basilikum gepflanzt, was ihnen helfen soll gesund und lausfrei zu bleiben- es hat anscheinend funktioniert.
  • Sie ist ein kleines Monster 🙂 Manche Sorten treiben riesige Blätter und sind sehr raumgreifend. Wenn sie genügend Nahrung im Boden vorfinden und ausreichend Wasser, tragen Zucchini sehr gut und reichlich. Die kleineren Früchte sind zarter. Es gibt männliche und weibliche Blüten, die gleichzeitig blühen müssen, damit eine Befruchtung stattfinden kann.

Mehrjährige Nutzpflanzen

Stauden-Gemüse, könnten wir sie nennen. Sie sind wichtige Bestandteile des „Ewigen Gartens“  und bringen „Gemüse ohne Mühe“. Ich bin oft erstaunt, was für wundervolle Pflanzen es auf der Welt gibt – und ich entdecke immer wieder noch neue – manchmal scheint es fast  zu schön um wahr zu sein 🙂 

Zum vollen Artikel über Mehrjährige Nutzpflanzen, klicke bitte hier.

 

 

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