Lieber immer wieder kleine Erfolge generieren, als langfristig großen Frust.

Wie säen?

Alle Samen brauchen neben Erde und Wasser, eine gewisse Temperatur um zu keimen. Manche Samen brauchen jedoch eher Dunkelheit zum keimen und manche Licht. (Dunkel- und Lichtkeimer)

Grundsätzlich gilt die Faustformel: Ein Same wird 2-3 Male so tief in die Erde gesetzt, wie er selber groß ist. Wenn Du von dieser Faustformel abweichen solltest, weil es z.B. ein Lichtkeimer ist, steht ein entsprechender Vermerk  bei der Pflanze im Gewächse ABC.

Eine gute Hilfe dafür, wie viel Du aussäen solltest:
Die Anzahl der Pflanzen pro Quadrat, die Du in „Pflanzabstände“ sehen kannst, sind ein guter Richtwert für das Vorzeihen. Dadurch weißt Du: Wenn ich so-und-so-viele Quadrate bepflanzen will, brauche ich entsprechend so-und-so-viele Pflänzchen.

Wenn Du direkt ins Beet säst, heißt dass, Du machst an dem Ort, wo die Pflanze wachsen soll mit einem Finger ein entsprechend tiefes Loch, lässt 1-2 Samen hineinfallen und drückst das Loch sanft wieder zu. Wenn beide Samen keimen sollten, bleibt der kräftigere Keimling stehen und der Andere wird ausgezupft.

Wenn Du die Pflanzen vorziehst, säst Du genauso wie ins Beet, nur in kleinen Töpfchen auf der Fensterbank, im Wintergarten oder im Gewächshaus. Manchmal ist es auch einfacher statt in Töpfchen, in Schalen zu säen, dafür legst/streust Du die Samen auf Erde in eine Schale und bedeckst sie dann mit Erde, die Du sanft mit der Hand andrückst, damit die Erde nicht zuuu locker ist und die winzigen ersten Wurzeln schnell Halt finden. Wenn Du in einer solchen Pflanzschale säst, dann gib bitte Acht, nicht zu viele Samen zu säen. Das passiert sehr schnell und ist dann einfach Verschwendung, wenn die vielen überzähligen Keimlinge nachher ausgezupft werden müssen oder eingehen.

 

Vorziehen am Fenster

 

Wie pflanzen?

Durch die Aufteilung der Beete in die Quadrate und die Pflanzabstände, weißt Du ja, wie viele Pflanzen Du benötigst und wo sie hingepflanzt werden. Also lockerst Du die Erde in dem Quadrat auf und machst an den entsprechenden Stellen mit einem Schäufelchen oder Deiner Hand ein Loch.

In das Loch gibst Du etwas Wasser, holst das Pflänzchen mit Wurzeln und Erde vorsichtig aus dem Topf und setzt dann das Pflänzchen mit seinem Wurzelballen genauso tief ein, wie es vorher auch war. Wenn es sinnvoll ist,  es tiefer einzusetzen, steht das bei der Pflanzenbeschreibung im Gewächse ABC. Danach drückst Du die Erde um das Pflänzchen herum sanft mit den Händen fest. Zum Schluss gießt Du die Pflänzchen nochmal am Wurzelballen.

Wenn die Pflänzchen in der Saatschale stehen, pikst Du mit etwas langem dünnen (Schaschlikspieß oder Essstäbchen) daneben in die Erde und hebelst damit die Wurzen hoch, dann kannst Du das Pflänzchen fassen und in das Pflanzloch setzen. Wichtig ist dabei, dass Du das Pflänzchen an einem Blatt fasst und nicht am Stängel! Denn ein Blatt kann nachwachsen aber ein Stängel ist leicht gequetscht und dann geht das Pflänzchen ggf. ein.

Ich setze die Pflänzchen beim Pflanzen in eine kleine Senke oder mache, wenn ich die Senke mal vergesse, mit den Händen um sie herum noch einen kleinen „Wall“- Ring aus Erde, damit sich Regen und Gießwasser bei den Pflanzen sammelt.

 

Säen versus (aus-)Pflanzen

Viele Pflanzen lassen sich leicht aus Samen ziehen, die Dauer vom Säen bis zum Keimen und vom Keimen bis zur „erwachsenen“ Pflanze ist jedoch sehr unterschiedlich. Als Anfänger ist man jedoch manchmal unsicher und noch öfter ungeduldig. Heutzutage kann man viele Pflanzen auch vorgezogen erwerben. Das ist für den Anfang vielleicht eine ganz gute Idee, da die (langfristige) Freude am Gärtnern auch mit den Erfolgserlebnissen einhergeht, die man sammelt. Wenn Du merkst, dass Du gekaufte Tomatenpflänzchen so pflegen kannst, dass sie Dir gute Ernte bringen, dann gibt das Sicherheit und Mut.

Vielleicht willst Du dann im nächsten Schritt Tomaten selber säen oder möchtest Sorten säen, die man gar nicht vorgezogen kaufen kann. Dann weißt Du aber schon, wie die Pflanze aussehen soll, was sie braucht und wie Du sie am besten pflegst, weil Du das schon kannst. Kleine Erfolge summieren sich da mit der Zeit schnell zu Großen.

 

Tomaten Chips

 

Wenn Du Pflänzchen kaufst, dann schau, dass Du solche nimmst, die kompakt wachsen und kräftig aussehen, statt größere, die dafür aber oft eher spindelig sind. Wenn die Pflanze eher “stabil” aussieht, ist das gut.

 

Vorziehen oder an Ort und Stelle Pflanzen?

Manche Pflanzen brauchen länger Sonne und Wärme als der deutsche Sommer zu bieten hat- wenn Du kein Gewächshaus hast, dann ist es ggf. sinnvoll diese Pflanzen vorgezogen zu kaufen, damit Du auch eine Ernte hast. Natürlich mag es sein, dass daraus der Ansporn wächst, diese Pflänzchen selber vorzuziehen und zur Ernte zu bringen 🙂

Du findest im Gewächse ABC bei jeder Pflanze einen Vermerk dazu, ob Aussäen oder Vorziehen und Pflanzen sinnvoller ist.

Ich bin ein Vorzieher-Typ. Ich säe eher auf der Fensterbank aus und pflanze dann aus, auch wenn das nicht notwendig ist. Zu Beginn habe ich das bei ALLEN Pflanzen gemacht, davon bin ich jedoch abgekommen, weil das ist wirklich nicht sinnvoll ist. Manche Pflanzen vertragen es nicht gut, umgepflanzt zu werden und bei Anderen ist das einfach unnötig viel Arbeit. Das wusste ich in der Theorie auch schon von Beginn an, aber es gab mir ein sichereres Gefühl, jeden Morgen die beschrifteten Aussaaten auf der Fensterbank anzusehen und mit der Zeit sicher zu wissen: So sieht es aus, wenn eine Bohne keimt und so wächst ein Rucola etc. So habe ich eben dazugelernt. So haben aber auch unsere Jungs, die sich sonst nicht sehr für den Garten interessieren, das Eine oder Andere im Vorbeigehen gelernt, wenn ich wieder was Neues entdeckt habe und meine Freude daran teilen wollte.

 

Vorziehen01

 

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